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Finanz-Tipps  ·  11. Juni 2026

Finanz-Wissenssnack: Ausschüttend oder thesaurierend – was bedeutet das eigentlich?

Foto: KI generiert
Foto: KI generiert

Wer in Fonds oder ETFs investiert, stößt früher oder später auf die Begriffe „ausschüttend“ und „thesaurierend“. Doch was steckt eigentlich dahinter? 
Bei einem ausschüttenden Fonds werden Erträge wie Dividenden oder Zinsen regelmäßig an die Anlegerinnen und Anleger ausgezahlt. Das Geld landet auf dem Konto und kann ausgegeben, gespart oder wieder angelegt werden.


Ein thesaurierender Fonds funktioniert etwas anders: Hier werden die Erträge automatisch wieder im Fonds angelegt. Das Geld arbeitet also direkt weiter und kann vom sogenannten Zinseszinseffekt profitieren. Das Wort thesaurieren kommt übrigens aus dem Griechischen. Thesauros heißt übersetzt: Schatzkammer oder Schatzhaus.


Welche Variante besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer beispielsweise bereits im Ruhestand ist oder sich über regelmäßige Zusatzeinnahmen freut, bevorzugt häufig ausschüttende Fonds. Wer dagegen langfristig Vermögen aufbauen möchte, entscheidet sich oft für thesaurierende Fonds. Das Geld bleibt investiert und arbeitet automatisch weiter.
Und wie sieht es steuerlich aus? Früher gab es hier größere Unterschiede. Seit der Investmentsteuerreform werden beide Varianten steuerlich deutlich ähnlicher behandelt. Bei thesaurierenden Fonds kann zusätzlich die sogenannte Vorabpauschale anfallen. Bereits gezahlte Steuern werden aber später beim Verkauf angerechnet, sodass keine doppelte Besteuerung entsteht.


Und wie sieht es in der Praxis aus? 
Bei „meinen“ Anlegerinnen und Anlegern, die ihre Fondsdepot bei der die FFB halten, werden Ausschüttungen in der Regel automatisch wieder angelegt. Das Geld bleibt also investiert, - und so profitieren sie vom Zinseszinseffekt, ohne sich selbst um die Wiederanlage kümmern zu müssen.  Wer eine Ausschüttung lieber auf sein Konto erhalten möchte, kann das selbstverständlich individuell festlegen. Gerade Menschen, die bereits im Ruhestand sind oder regelmäßige Zusatzeinnahmen schätzen, nutzen diese Möglichkeit gelegentlich.


Mein Fazit: Ob ausschüttend oder thesaurierend ist keine Frage von richtig oder falsch. Entscheidend ist, welche Variante besser zu Ihren Wünschen und Zielen passt.

tagPlaceholderTags: Absicherung, Finanz-Tipp, Finanzen
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Sonnige Grüße

Ute Regina Voß


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